Die Patenbeauftragten berichten. 20.08.2013

                                                                                                                             Gelnhausen, den 20. August 2013

Liebe Pateneltern,

es ist bereits einige Zeit vergangen seit wir, Isabell und Sarah, von unserer ersten gemeinsamen Reise nach
Afrika wieder zurück in Deutschland sind. Der Alltag hat wieder Einzug gehalten, deshalb ist dieser Brief an
Euch eine schöne Möglichkeit für uns, den Besuch in Kenia Revue passieren zu lassen und Euch gleichzeitig
einen kleinen Einblick in unsere Erlebniswelt zu geben.

Für Sarah war es die erste Reise nach Afrika. Afrika war schon immer ihr „Traumreiseziel“. Und das bleibt es
auch nach den zwei Wochen Aufenthalt in Kenia. Für Isabell war es ein „Wiederkommen“, ein „Nach-Hause-
Kommen“. Denn wer einmal in Afrika war und die Menschen dort kennengelernt hat, fühlt sich wie in einer
neuen Familie aufgenommen.

Die Reise war nicht nur eine Reise nach Kenia. Es war eine Reise in die vielen Welten von Afrika, eine Reise in
das Leben Afrikas und das Leben unserer bzw. Ihrer Patenkinder und deren Familien. Es ist für uns kaum
vorstellbar, mit wie wenig die Familien dort zurechtkommen müssen. Ein Ausschnitt aus Sarahs
Reisetagebuch zeigt die vielen Gegensätze, denen wir in Mamba Village begegnet sind: „Viele Eindrücke, die
sich schlecht in Worte fassen lassen – lachende Augen, breites Grinsen, traurige Gesichter, kaputte Wände,
undichte Dächer, beschämtes Lächeln, herzliche Begrüßung, neugierige Blicke, dankbare Mütter, schmale
Pfade, lange Strecken, schwere Lasten, verbreitete Armut. All das ist Afrika!“

Zwei Tage waren wir mit den beiden Patenbeauftragten Janet und Mwanaisha und dem Schulleiter Mr.
Ndmiro unterwegs, um die neuen Patenkinder in ihren Familien zu besuchen. Das häufigste Bild waren
kleine, dunkle Lehmhütten mit einem Schlafraum, in dem bis zu 10 Personen gemeinsam nächtigen, kaputte
Dächer, die in der Regenzeit keine trockene Unterkunft bieten, und bemühte Eltern, die das Bestmögliche
tun, um ihre Familie zu ernähren. Und natürlich sind wir Ihren Patenkindern begegnet. Viele haben mehrere
Geschwister. Für die Eltern ist es daher teilweise unmöglich, jedes Kind zur Schule zu schicken. Mit Eurer
Unterstützung helft Ihr den Kindern und Familien dort, optimistisch in die Zukunft blicken zu können, und Ihr
gebt die Möglichkeit auf ein besseres Leben mit Bildung. Im Namen der Eltern, der Patenbeauftragten, des
Schulleiters und des Vereins wollen wir dafür ein großes „Asante sana!“ aussprechen. Ohne Eure
Freundschaft wäre unsere Arbeit nur halb so fruchtbar.

Eure Aufmerksamkeiten für die Kinder sowie die Lebensmittelpakete für die Familien wurden ebenfalls mit
dankbaren Blicken an einem Schulfest entgegengenommen. Die glücklichen Kinderaugen, in die wir an
diesem Schulfest blicken konnten, waren das größte Geschenk, das uns die Kinder zurückgeben konnten.
Und das wollen wir an Euch weitergeben. An diesem Tag in der Schule haben wir außerdem eine
unglaubliche Lebensfreude und Gelassenheit erlebt. Die Kinder, die Eltern, die Lehrer, die anwesenden
Tanzgruppen, unsere Reisegruppe – alle gemeinsam haben wir ein fröhliches Fest gefeiert, gemeinsam
gelacht und Spaß gehabt. Einen Teil dieser Lebenslust wollen wir mit dem Bild all unserer Patenkinder an
Euch weitergeben, denn diese Lebenslust bestimmt das Leben in Afrika. Hakuna Matata!

Asante sana
und Kwaheri

Isabell Rützel                Sarah Christ
Patenbeauftragte                  Patenbeauftragte

Für Fragen stehen wir Euch gerne telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.



PatenkinderJuli2013


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