Masken in der Krankenstation Lunga Lunga
Aktuelle Situation - Opas Face bringt zum Ausdruck
Zurück in die Familien
(Opa Christopher) Gekochter Mais in fraglichem Zustand --- Zooen - Eine Mutter muss zaubern können, das gilt weltweit

Nach der Verteilaktion ist vor der Verteilaktion.

Erneut haben wir mehr als 17 Tonnen Lebensmittel als Soforthilfe in unserem Projektgebiet in und um Mamba Village verteilt – insgesamt sind es nunmehr 75 Tonnen. Wir haben gehofft, diese Soforthilfe etwas zurückfahren zu können. Denn auch in Kenia werden die sehr strikten Corona-Regeln langsam aber stetig gelockert. Leider kommt das bei den Menschen insbesondere in der Tourismusregion im Südosten Kenias noch nicht an. Denn vorerst kommen keine Urlauber ins Land. Zwar gibt es nach und nach wieder internationale Flüge nach Kenia. Doch in den Fliegern sitzen – wenn überhaupt – Geschäftsreisende.

 

Zweite, große Bedrohung

Somit bekommen auch die vom Tourismus abhängigen Menschen weiterhin keinen Lohn. Und das sind südlich von Mombasa etwa 90 Prozent der dortigen Bevölkerung.

Die zweite Hoffnung war, dass mit der nun beginnenden Erntezeit die Menschen wenigstens einen Teil ihres täglichen Brots selbst ernten können. Doch der Klimawandel macht dieser Hoffnung derzeit einen Strich durch die Rechnung. Die Ernte ist kläglich. Zu Beginn der Regenzeit waren die Regenfälle zu stark, fast sintflutartig. Dann setzte der Regen viel zu früh wieder aus. Es folgte eine Trockenheit, die bis heute anhält.

Wir haben die Situation einmal mehr in einem Presseartikel zusammengefasst, der in der Gelnhäuser Neuen Zeitung am Samstag erschienen ist. Andere Zeitungen – etwa der Hanauer Anzeiger – haben ebenfalls zugesagt, unseren Bericht zu veröffentlichen. Wir sind für diese Hilfe der heimischen Zeitungen sehr dankbar. Sie sorgt dafür, dass wir unseren Weg konsequent weiter gehen können und unser Freundeskreis stetig wächst.

Hier nun der aktuellste Artikel >>> "Zu Corono kommt die Dürre" aus der Gelnhäuser Neuen Zeitung, 25. Juli 2020.

 

Wir alle spüren es: Die Corona-Pandemie zerrt an unseren Nerven. Wir alle ertragen die Einschränkungen des Alltags bislang ohne großes Murren. Wir wissen, dass wir zusammenstehen müssen, um möglichst rasch wieder einen geregelten Alltag zu erleben. Es wird ein „neuer Alltag“ sein, wie es Gesundheitsminister Jens Spahn nennt. Doch langsam sind wir vielem überdrüssig: Der Einschränkungen im Supermarkt, der Masken, des ständigen Desinfizierens aller möglicher Oberflächen. Und vieles fehlt uns. Allen voran die Geselligkeit, sei es im Theater, im Verein oder beim Dorffest. Doch wir arrangieren uns. Denn uns ist vieles nur lästig. In unserem Projektgebiet in Kenia wird die Situation der Menschen hingegen immer fataler. Ja, sie wird zunehmend lebensbedrohlich.

Derzeit 6070 Infizierte, 143 Tote

Laut der jüngsten Fallzahlen vom vergangenen Samstag, 28. Juni, sind in Kenia derzeit 6070 Menschen mit dem Virus infiziert, 143 sind daran gestorben. „Hier werden von Tag zu Tag mehr Menschen getestet, gleichzeitig steigt die Zahl der Infizierten“, berichtet uns unser Vereinsmitglied Peter Musomba. Inzwischen zeigt sich, dass Covid-19 in Kenia keine Randerscheinung ist, sondern weite Kreise zu ziehen scheint. Und so verharrt das Land weiter in einem strikten Lockdown mit strengen Ausgangssperren. Jeder von uns weiß, was das für Kenia bedeutet. Das Leben spielt sich im Freien ab. Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten und nicht gemeinsam das Leben in den Städten und Dörfern zu leben, war bis Februar in Kenia undenkbar. Was die Pandemie mit den Seelen der Menschen anstellt, ist bis jetzt nicht absehbar.

Was wir absehen können ist die große Not, in der viele, viele Menschen in Mamba Village und der Kwale-Region, ja in ganz Kenia stecken. Darum geht unsere akute Nothilfe weiter. Vergangene Woche haben wir wieder über die Presse – neben der Gelnhäuser Neuen Zeitung, die uns immer sehr unbürokratisch unterstützt auch über die Online-Portale vorsprung-online und kinzig.news sowie die Lokalzeitungen der Nachbarlandkreise –  um Unterstützung für die Lebensmittelpakete geworben. Wir wollen Sie, liebe Freunde und Unterstützer, wieder an den Berichten teilhaben lassen. Sie finden den Wortlaut am Ende dieses Info-Briefs. Seien Sie so gut und senden Sie diese Nachricht weiter. Drucken Sie sie aus für Freunde ohne Internetzugang. Helfen Sie uns dabei, unsere Mitmenschen zu informieren, was es bedeutet, diese schwierigen Zeiten in einem Land zu durchleben, das nicht die gleichen sozialen, finanziellen und politischen Voraussetzungen hat wie unser Heimatland. Als mahnendes Beispiel dient uns diesmal die aufrührende Geschichte um Großvater Christopher Matheka. Er muss buchstäblich im Abfall wühlen, um Essen für seine fünf Enkelkinder zu finden. Und was dann auf den Tisch kommt ist angefault, wurmstichig und kaum verdaulich. Darum hören wir nicht auf, diesen Menschen mit kleinen und großen Lebensmittelpaketen ein Überleben in Würde zu sichern.

 

Lesen Sie mehr zur aktuellen Situation in unserem Presseartikel >>> "Essensuche im Abfall" aus der Gelnhäuser Neuen Zeitung, 27. Juni 2020.

 

Die Lage in Kenia nimmt dramatische Ausmaße an. Sprachen wir vor wenigen Wochen noch davon, dass auch in Kenia die Pandemie-Kurve abgeflacht werden soll und muss, hat sich inzwischen die Situation deutlich verschlimmert. Corona ist nur ein Problem. Derzeit droht eine akute Hungersnot. Daher haben wir eine dringende Bitte an die heimische Presse gerichtet. Unsere Freunde bei der Gelnhäuser Neuen Zeitung und im Druck- und Pressehaus Naumann haben uns zugesichert, dieser Bitte nachzukommen. Nachfolgend nun unsere Pressemitteilung für Sie zum Nachlesen im Wortlaut:

Corona und Hunger

» Kenia ist mit gleich zwei Pandemien konfrontiert. Die Menschen im Projektgebiet von „Wir helfen in Afrika“ hungern! In kleinen Schritten hat der Gelnhäuser Verein „Wir helfen in Afrika“ in den vergangenen Jahren die Lebensgrundlage der Menschen im Projektgebiet in und um Mamba Village in Kenia verbessert. Kinder gehen zur Schule, die Menschen haben Zugang zu Trinkwasser, es gibt Perspektiven durch Ausbildung, die Gesundheitsversorgung ist vergleichsweise gut. Doch alle Errungenschaften werden derzeit zweifach bedroht: Corona verursacht Hunger, der durch aktuelle, sintflutartige Regenfälle verstärkt wird. Dieser lebensbedrohlichen Situation will sich der Verein stellen. Der Verein fokussiert seine Arbeit daher derzeit auf Überlebenshilfe. Die Schulen sind auf Geheiß des Staates geschlossen, geplante Erweiterungen und Sanierungen verschoben. „In den vergangenen Wochen haben wir schon deutlich über 20 Tonnen an Lebensmitteln unter der Bevölkerung verteilt“, sagt Helmut Günther, der Vorsitzende des Vereins. „Am nächsten Wochenende sollen noch einmal mindestens 13 Tonnen dazukommen.“ Dafür aber braucht „Wir helfen in Afrika“ jede mögliche Hilfe. „Wir stecken unsere Spenden zu 100 Prozent in unsere Projekte, große Rücklagen gibt es nicht, das Geld fließt eins zu eins nach Kenia“, so Günther. Darum ruft er gemeinsam mit dem Vorstand dazu auf, mitzuhelfen, möglichst viele Menschen vor dem Hungertod zu bewahren. Vereinsmitglied Peter Musomba, der in Kenia die aktuelle Situation beobachtet, hat einen erschütternden Bericht gesendet von einer Frau aus der Nähe von Mombasa. Sie habe abends Steine gekocht, um ihren Kindern vorzugaukeln, es gebe etwas zu Essen. Sie schliefen hungrig ein. Am nächsten Morgen flog der Schwindel auf, was die Mutter und die Kinder noch unglücklicher machte – und den Hunger nicht beseitigte. „Auch bei uns in Mamba Village gibt es ähnliche Vorfälle“ so Musomba. So habe eine junge Frau für ihre jüngeren Geschwister starken Tee gekocht, um zumindest die Bäuche etwas zu füllen. „Die kleinen Vorratsecken sind leer, es gibt schlicht nichts mehr zu essen.“ Viele Kinder bekamen vor Corona in den Schulen ein kostenloses Mittagessen. Das war ihre Hauptmahlzeit. Das Wenige vom eigenen Stück Land reichte dann für die Eltern und Geschwister. Doch diese Rechnung geht jetzt nicht mehr auf. „Es zerreißt uns das Herz“, so Günther. „Wir müssen daher jetzt auf akute Nothilfe umstellen.“ Ein großes Lebensmittelpaket für eine Familie kostet 40 Euro und wiegt 26 Kilogramm. Es beinhaltet vier Kilogramm Weizenmehl, sechs Kilogramm Maismehl, einen Liter Speiseöl, drei Kilo Reis, einen Liter Milch, Tee, vier Kilo Bohnen, zwei Kilo Zucker, Seife, ein Kilo Salz, Streichhölzer, zwei Laib Brot, Zahncreme und Margarine. „Es ist kein Luxus. Es ist das Mindeste, was wir tun können. Jeder Euro zählt jetzt.“«

Als wir vor drei Wochen und unmittelbar vor dem Osterfest unsere erste Lebensmittelaktion zugunsten der Menschen in und um Mamba Village starteten, haben wir umfangreich informiert. Wir hatten mitgeteilt, dass unser Spendenkonto darüber entscheidet, ob wir die Verteilung wiederholen können. Sie, liebe Freunde, haben entschieden, dass wir an diesem Wochenende erneut viele hundert Familien mit Lebensmitteln versorgen und humanitäre Hilfe leisten können. Darüber hinaus haben Näherinnen und Näher in unserem Projektgebiet in Kenia in den vergangenen drei Wochen 2.500 Gesichtsmasken hergestellt und in den von uns unterstützten Krankenstationen in Lunga Lunga und Mamba Village sowie an Familien verteilt. Die Kosten für Material und Arbeitslohn trägt unser Verein.

Derzeit 336 Infizierte, 14 Tote

Inzwischen sind in Kenia 336 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden. 16.743 Menschen wurden getestet, 95 gelten bereits als geheilt, 14 sind verstorben. Auch wenn diese Zahlen im Vergleich zu rund 50 Millionen Einwohnern in Kenia gering erscheinen: Unser Vereinsmitglied Peter Musomba in Ukunda befürchtet, dass die Dunkelziffer groß ist.

Maßnahmen haben extreme Auswirkungen auf die Menschen

Sicher ist: Die politischen Maßnahmen zum Kleinhalten der Pandemie haben extreme Auswirkungen auf die Menschen in unserer Projektregion und in ganz Kenia: Lock-Down, Ausgangssperren, Ein- und Ausreiseverbote – selbst innerhalb des Landes: Die Millionenstädte Nairobi und Mombasa sind abgeriegelt – niemand darf hinein oder hinaus.

Die Not, die seit dem Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie in unseren Projektgebieten täglich ins schier Unermessliche wächst, zeigt sich beispielhaft an einer Familie aus Mamba Village: Schauen Sie in das Gesicht des Großvaters in der Mitte mit seinen um ihn versammelten Enkeln! Sämtliche Kinder haben die sogenannten und viel zitierten Hungerbäuche. Das sind die Menschen, die Familien, denen Sie und wir helfen. Unmittelbar, heute, genau in diesem Augenblick!

 

Nicht nur auf dem Land in Mamba Village ist die Not sehr groß. In der Kleinstadt Ukunda ist es nicht anders. Hier leben die Mitarbeiter der großen Hotels, der Tourenanbieter für die Safaris, ja alle im Tourismus beschäftigten Menschen. Sie alle sind nun arbeitslos. Sie kennen keine Lohnfortzahlung, keine Sozial- oder Krankenversicherung. Kein Kurzarbeitergeld, keine Arbeitslosenhilfe. Aktuell fehlt ihnen die komplette Grundlage fürs Leben!

Verzweifelter Hilferuf aus Likoni

Unseren Vorsitzenden Helmut Günther erreichte der verzweifelte Hilferuf einer alten Freundin von ihm und seiner Frau Leni aus Likoni, südlich von Mombasa. Die Verzweiflung in ihrer Stimme war zu hören. Wir sind ihre letzte Hoffnung.

Zwar sind die Supermärkte gut gefüllt. Die meisten Menschen aber kaufen ihre Nahrungsmittel nicht im großen Supermarkt, in dem es Importwaren gibt. Die sind für die einfache Bevölkerung viel zu teuer und unerschwinglich.

Einkommen bricht weg, Gemüse verdorrt

Und wenn das Einkommen wegbricht, das wenige Getreide und das Gemüse auf dem kleinen Stück Land verdorren und von Heuschrecken gefressen werden, regieren ausschließlich der Hunger und die Not.

Zumindest die Dürre ist geringer geworden. Denn gerade hat die Regenzeit eingesetzt. Zumindest die ersten Regefälle waren stark, fast sintflutartig. Hoffen wir, dass sie milder und stetiger werden, um nicht ihrerseits zum Problem zu werden.

So oder so: Dem akuten Hunger und der unmittelbaren Not treten wir jetzt entgegen. Aufgrund Ihrer Hilfe verteilen wir heute jeweils ein großes Lebensmittelpaket im Wert von 40 Euro an 100 Familien in Ukunda. Morgen erhalten 50 Patenfamilien jeweils ein solches großes Paket. Sie waren eigentlich für Mai vorgesehen, wir ziehen die Verteilung vor. Zeitgleich erhalten rund 600 Familien der Schüler der Renata-Schule und der Oasis-Akademie jeweils ein kleines Hilfspaket à zehn Euro. So werden wir heute und morgen zusammen rund elf Tonnen überlebenswichtiger Güter verteilen.

Wer den Verein ebenfalls unterstützen möchte kann das durch eine Spende auf das Konto mit der IBAN: DE59 5066 1639 0007 3300 73. Erstspender werden gebeten, ihre Adresse mit der Überweisung mitzuteilen. WhiA stellt grundsätzlich Spendenbescheinigungen aus.

 

Ein Dankeschön an unsere Vereinsmitglieder, Pateneltern und Freunde

Nach unserem jüngsten Infobrief vom vergangenen Sonntag über die aktuelle Situation zur Corona-Pandemie in Kenia sind wir beeindruckt von der Resonanz. Für Ihre Unterstützung von uns schon heute ein herzliches Asante Sana, ein Dankeschön!

Nachfolgend ein paar Bilder vom Verteilen der mehr als 600 Hilfspakete in Mamba Village und vom Nähen von gut 1000 einfachen Gesichtsmasken für die Bevölkerung der Region. Wir haben sie bei örtlichen Näherinnen in Auftrag gegeben. So helfen wir auch damit doppelt: Die Näherinnen erhalten selbstverständlich Lohn für ihre Arbeit, gleichzeitig versorgen wir viele Familien mit diesen Masken aus Stoff.

Die Corona-Pandemie hat Kenia erreicht. Seit mehreren Wochen steigen auch in Ostafrika die Fallzahlen an. Zwar gibt es dort derzeit nur sehr wenige gemeldete Infektionen mit Sars-CoV-2. In Kenia werden aber auch kaum Menschen getestet, erklärt unser Mitglied und Projektkoordinator, Peter Musomba, in seinem täglichen Corona-Bericht. „Nur in sechs der 47 kenianischen Regionen sind bisher Infektionen festgestellt worden“, schreibt er uns. Kwale, in der auch Mamba Village, Ukunda und Lunga Lunga liegen, ist eine davon. Sind Stand gestern 126 Fälle im Land bekannt, könnten es Ende nächster Woche bereits 1000, Ende April schon mehr als 10.000 Infizierte sein.

Daher hat die kenianische Regierung ähnlich strenge Ausgehbeschränkungen erlassen wie sie auch bei uns in Deutschland gelten: Die Schulen sind geschlossen, viele Geschäfte, Restaurants und Hotels dürfen nicht mehr öffnen. Die gesamte Küstenregion und somit auch Diani Beach, das touristische Zentrum südlich von Mombasa, wirken wie ausgestorben. Die Straßen sind wie leergefegt, selbst einfache Verkaufsstände an den Straßen sind geschlossen. Die Strände und Hotels sind verwaist.

  1. Die Situation an den Schulen

Die kenianische Gesellschaft kennt keine Kurzarbeit, kein Arbeitslosengeld, keine Sozialversicherung. Es gilt ganz einfach: wer nicht arbeitet, erhält keinen Lohn. Das gilt auch für die Lehrer an den von uns unterstützten Schulen. Für die Renata-Schule und die Oasis-Academy in Mamba Village haben wir uns im Vorstand dazu entschieden, die Gehälter der Lehrer weiter zu zahlen, so ist zumindest ihnen und ihren Familien vorübergehend geholfen.

  1. Soforthilfe für mehr als 600 Familien
  • 50 Familien in Ukunda, die unserm Verein sehr nahe stehen, uns immer wieder unterstützt haben, erhalten von uns Lebensmittelpakete im Wert von je rund 40 Euro.

  • Auch 30 Patenfamilien in Mamba Village werden jeweils ein solches Paket bekommen, sie sind gesponsert von den Paten in Deutschland. Unser langjähriges Mitglied Joseph Mwangi hat am gestrigen Samstag die Pakete in Ukunda verteilt, am Dienstag erhalten sie die Familien in Mamba Village. 

  • Alle Familien der Schüler der Renata Schule und der Oasis Academy in Mamba Village – insgesamt 550 Haushalte – erhalten Care-Pakete im Wert von je etwa zehn Euro. Das ist unserer Ansicht nach überlebenswichtig. Denn die Kinder sind zuhause, das warme Mittagessen in der Schule fällt aus. Die Kinder erwarten von ihren Müttern, dass diese zuhause kochen. Die Familien haben aber oft nichts. Denn ruht die Arbeit, fehlt das Geld.

  1. Die Projektarbeit ruht – bis auf wenige Ausnahmen

Die strikte Einschränkung des öffentlichen Lebens macht auch vor unseren Projekten nicht Halt. Die Bekämpfung der Jiggers-Parasiten ruht. Die vielen Tausend Brillen aus Deutschland werden derzeit nicht von Ort zu Ort unter dem Mangobaum verteilt. Die Schulen bleiben geschlossen.

  1. Im März: 28 Geburten in der Krankenstation in Lunga Lunga

Weiterhin geöffnet – und wichtiger denn je – ist die Krankenstation in Lunga Lunga. Die Schwestern arbeiten unvermindert weiter. Denn viele ihrer Patienten sind chronisch krank. So behandelten sie im März 1214 Patienten. 28 Babys erblickten im Geburtshaus das Licht der Welt, die Schwestern impften 161 Säuglinge. 114 Epilepsie-Patienten waren in Behandlung, ebenso 60 HIV-Infizierte. Unser Verein unterstützt die Krankenstation dauerhaft.

Unsere große Anstrengung gilt nun, den Schwestern ihre Arbeit so gut es geht zu erleichtern und ihren wichtigen Dienst aufrecht zu erhalten. Auch wollen wir unseren Freunden in Mamba und in Ukunda zeigen, dass wir selbstverständlich in diesen weltweit schwierigen Zeiten zu ihnen stehen und sie alle nicht vergessen.

Unseren vollständigen Bericht inkl. aller Details (z.B. auch zu den Inhalten der Care Pakete) und weiteren Bildern finden Sie hier.