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Information zur aktuellen Situation in Afrika rund um COVID-19, 25. April 2020

Als wir vor drei Wochen und unmittelbar vor dem Osterfest unsere erste Lebensmittelaktion zugunsten der Menschen in und um Mamba Village starteten, haben wir umfangreich informiert. Wir hatten mitgeteilt, dass unser Spendenkonto darüber entscheidet, ob wir die Verteilung wiederholen können. Sie, liebe Freunde, haben entschieden, dass wir an diesem Wochenende erneut viele hundert Familien mit Lebensmitteln versorgen und humanitäre Hilfe leisten können. Darüber hinaus haben Näherinnen und Näher in unserem Projektgebiet in Kenia in den vergangenen drei Wochen 2.500 Gesichtsmasken hergestellt und in den von uns unterstützten Krankenstationen in Lunga Lunga und Mamba Village sowie an Familien verteilt. Die Kosten für Material und Arbeitslohn trägt unser Verein.

Derzeit 336 Infizierte, 14 Tote

Inzwischen sind in Kenia 336 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden. 16.743 Menschen wurden getestet, 95 gelten bereits als geheilt, 14 sind verstorben. Auch wenn diese Zahlen im Vergleich zu rund 50 Millionen Einwohnern in Kenia gering erscheinen: Unser Vereinsmitglied Peter Musomba in Ukunda befürchtet, dass die Dunkelziffer groß ist.

Maßnahmen haben extreme Auswirkungen auf die Menschen

Sicher ist: Die politischen Maßnahmen zum Kleinhalten der Pandemie haben extreme Auswirkungen auf die Menschen in unserer Projektregion und in ganz Kenia: Lock-Down, Ausgangssperren, Ein- und Ausreiseverbote – selbst innerhalb des Landes: Die Millionenstädte Nairobi und Mombasa sind abgeriegelt – niemand darf hinein oder hinaus.

Die Not, die seit dem Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie in unseren Projektgebieten täglich ins schier Unermessliche wächst, zeigt sich beispielhaft an einer Familie aus Mamba Village: Schauen Sie in das Gesicht des Großvaters in der Mitte mit seinen um ihn versammelten Enkeln! Sämtliche Kinder haben die sogenannten und viel zitierten Hungerbäuche. Das sind die Menschen, die Familien, denen Sie und wir helfen. Unmittelbar, heute, genau in diesem Augenblick!

 

Nicht nur auf dem Land in Mamba Village ist die Not sehr groß. In der Kleinstadt Ukunda ist es nicht anders. Hier leben die Mitarbeiter der großen Hotels, der Tourenanbieter für die Safaris, ja alle im Tourismus beschäftigten Menschen. Sie alle sind nun arbeitslos. Sie kennen keine Lohnfortzahlung, keine Sozial- oder Krankenversicherung. Kein Kurzarbeitergeld, keine Arbeitslosenhilfe. Aktuell fehlt ihnen die komplette Grundlage fürs Leben!

Verzweifelter Hilferuf aus Likoni

Unseren Vorsitzenden Helmut Günther erreichte der verzweifelte Hilferuf einer alten Freundin von ihm und seiner Frau Leni aus Likoni, südlich von Mombasa. Die Verzweiflung in ihrer Stimme war zu hören. Wir sind ihre letzte Hoffnung.

Zwar sind die Supermärkte gut gefüllt. Die meisten Menschen aber kaufen ihre Nahrungsmittel nicht im großen Supermarkt, in dem es Importwaren gibt. Die sind für die einfache Bevölkerung viel zu teuer und unerschwinglich.

Einkommen bricht weg, Gemüse verdorrt

Und wenn das Einkommen wegbricht, das wenige Getreide und das Gemüse auf dem kleinen Stück Land verdorren und von Heuschrecken gefressen werden, regieren ausschließlich der Hunger und die Not.

Zumindest die Dürre ist geringer geworden. Denn gerade hat die Regenzeit eingesetzt. Zumindest die ersten Regefälle waren stark, fast sintflutartig. Hoffen wir, dass sie milder und stetiger werden, um nicht ihrerseits zum Problem zu werden.

So oder so: Dem akuten Hunger und der unmittelbaren Not treten wir jetzt entgegen. Aufgrund Ihrer Hilfe verteilen wir heute jeweils ein großes Lebensmittelpaket im Wert von 40 Euro an 100 Familien in Ukunda. Morgen erhalten 50 Patenfamilien jeweils ein solches großes Paket. Sie waren eigentlich für Mai vorgesehen, wir ziehen die Verteilung vor. Zeitgleich erhalten rund 600 Familien der Schüler der Renata-Schule und der Oasis-Akademie jeweils ein kleines Hilfspaket à zehn Euro. So werden wir heute und morgen zusammen rund elf Tonnen überlebenswichtiger Güter verteilen.

Wer den Verein ebenfalls unterstützen möchte kann das durch eine Spende auf das Konto mit der IBAN: DE59 5066 1639 0007 3300 73. Erstspender werden gebeten, ihre Adresse mit der Überweisung mitzuteilen. WhiA stellt grundsätzlich Spendenbescheinigungen aus.