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Einweihung Geburtshaus

Die Krankenstation und das Geburtenhaus in Lunga Lunga wurden durch die Hilfe unseres Vereines mit aufgebaut. Im weiterführenden Text erfahren Sie mehr über die ersten Bauabschnitte sowie über die Erweiterung eines Geburtshilfehauses.

Im Juli 2010 wurden wir durch die Verantwortlichen über die Situation in Lunga Lunga informiert und gefragt, ob wir behilflich sein könnten, das Leben der an Epilepsie erkrankten Menschen im Großraum Ukunda / Lunga Lunga zu verändern. Im Zuge dessen entstand die Absicht, eine Krankenstation zu errichten und diese kontinuierlich auch für die allgemeine medizinische Versorgung zugänglich zu machen. Die Verwirklichung wurde in vier Bauabschnitten geplant:

  1. Hauptgebäude
  2. Toiletten
  3. Wasserleitungssystem und Wassertank
  4. Solar.


 

Umgesetzte Projekte:

2011: Das Projekt neuer Toiletten startet mit dem Baubeginn im September/Oktober 2011. Die sogenannte "kleine Regenzeit" verzögerte die Fortführung der begonnenen Maßnahme, sodass der Bauabschluss im Juli 2012 erfolgte.

2012:

  • Ein neues Wasserleitungssystem und neue Wassertanks werden gebaut. Die Hauptversorgungsleitung der Gemeinde Lunga Lunga ist ca. 400 Meter entfernt. Von dort wird eine Verbindungsleitung zur Krankenstation installiert. Der Start der Maßnahmen ist im Februar 2012. Zwei Wassertanks sollen als Wasserspeicher dienen und sammeln darüber hinaus das Regenwasser in der Regenzeit.

  • Installation und Fertigstellung einer Photovoltaikanalage im Mai 2012.
  • Die Schwestern der Krankenstation beginnen mit ihrer Arbeit im Juli 2012.

 

2013: Die Krankenstation in Lunga Lunga konnte Anfang 2013 fertiggestellt werden. Die Krankenstation wurde am Samstag, den 26. Februar 2013 durch den Erzischof von Mombasa, Boniface Lele, in Verbindung mit einem Festgottesdienst eingeweiht und offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Anwesend waren unter anderem die Geistlichkeiten der Nachbargemeinden, die Oberin der Ordensgemeinschaft Schwester Ursula von St. Joseph mit vielen Ordensschwestern, die die Betreuung der Krankenstation übernehmen, Vertreter der Gemeinde Lunga Lunga und die Dorfältesten. Mehrere hundert Gemeindemitglieder gestalteten das Fest mit Freude, Gebet und Gesang. Auch 9 Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins „Wir helfen in Afrika e.V.“ waren aus diesem Anlass vor Ort. Alle Beteiligten brachten in ihren Festvorträgen den Wunsch zum Ausdruck, dass diese Station vielen kranken Menschen Anlaufstelle und Hilfe sein mögen. Für die an Epilepsie erkrankten Menschen nimmt diese Station eine Mittelpunktfunktion ein.


 

2014: 2014 wurde die Erweiterung der Krankenstation um ein sogenanntes „Maternity-Haus“ (Geburtshilfehaus) geplant. Hierzu war ein komplett neues Gebäude mit der entsprechenden Innenausstattung erforderlich. Ziel des Geburtshilfehauses ist es, werdende Mütter vor, während und nach der Geburt zu betreuen. Der Bau startete im Januar 2015.


 

2016: Das neue Maternity - Haus (Geburtshilfehaus) in Lunga Lunga wurde im Februar 2016 seiner Bestimmung übergeben. Die Finanzierung war nur durch tatkräftige Unterstützung unseres Freundeskreises möglich. Die Übergabe erfolgte am 27.02.2016. Verbunden wurde dieser Tag mit der Möglichkeit, für die Menschen der Umgebung die Einrichtung kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stand hierbei, kostenlose Untersuchungen und der Erhalt kostenloser Medikamente.


 

2017: Mit großer Freude erfolgte die festliche Einweihung des Geburtshauses in Lunga Lunga am 18.02.2017 durch Erzbischof Martin Kivuva und einer großen Festgemeinde. Auch eine Gruppe des Vereins "Wir helfen in Afrika e.V." wohnte der Feier bei.


 

Aktuelle Projekte:

2018:  Mit der Errichtung der Krankenstation war bereits klar, dass die Ordensschwestern, die das Gesundheitszentrum betreuen, auch einen entsprechenden Wohnraum benötigen. Zu Beginn wurden Räumlichkeiten angemietet, die eine sehr einfache und primitive Wohnmöglichkeit boten. Von einer Spende der Weltkirche wurde im Jahre 2015 die Grundplatte für das geplante Wohngebäude errichtet. Danach konnte die Maßnahme nicht fortgeführt werden, da die Ordensgemeinschaft keinen finanziellen Spielraum hatte. Die Platte "versotterte" und war dem Verfall preisgegeben.

In Gesprächen mit der Mutter Oberin von St. Joseph wurde vereinbart, den Rohbau einschließlich des Daches als nächste Stufe zu verwirklichen. "WhiA" übernimmt 50% der Kosten, den Rest muss die Ordensgemeinschaft selbst beschaffen. Im Januar 2018 konnten wir mit den baulichen Maßnahmen beginnen.